Kunstwerke haben sowohl einen hohen emotionalen als auch einen hohen monetären Wert. Umso wichtiger ist es darauf zu achten, dass sie angemessen abgesichert sind.
Die meisten Kunstwerke befinden sich in Museen, Galerien oder Privathaushalten. In jedem Fall sollten die Werke gegen mögliche Schäden wie z.B. Diebstahl, Feuerschäden oder Vandalismus versichert werden. Doch wie sieht der Versicherungsschutz für Kunstwerke eigentlich aus?
Versicherer haben speziell für Kunstwerke Versicherungspolicen entwickelt, die den individuellen Bedarf abdecken. Dabei gibt es verschiedene Versicherungsarten, die je nach Art des Kunstwerks und dessen Aufbewahrungsort gewählt werden sollten.
Eine Möglichkeit ist die sogenannte Ausstellungsversicherung. Sie bietet Versicherungsschutz für Kunstwerke, die während einer Ausstellung oder einer Transportphase in einem öffentlichen Verkehrs- oder Lagergebäude untergebracht sind. Hier sind Schäden durch Diebstahl, Feuer, Wasser und Vandalismus abgesichert. Auch Schäden durch maßgebende Ausstellungsausstattungen und Einrichtungen sowie Schäden durch Reinigung und Reparaturmaßnahmen sind in der Regel mitversichert.
Eine andere Versicherungsmöglichkeit ist die Kunstversicherung, die für private Sammlungen oder auch für Kunstwerke in Museen und Galerien angeboten wird. Hier sind Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus abgedeckt. Auch Transporte sind in der Regel mitversichert. Je nach Versicherungsgesellschaft können auch Schäden durch höhere Gewalt wie Erdbeben oder Überschwemmungen versichert werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass das betreffende Kunstwerk nicht schon in einer Ausstellung oder auf einem Kunstmarkt präsentiert wurde, da in diesem Fall eine zusätzliche Ausstellungsversicherung notwendig ist.
Eine weitere Möglichkeit ist die Hausratversicherung. Hier sollten jedoch die Versicherungsbedingungen genau überprüft werden. Nicht alle Versicherungen bieten einen adäquaten Schutz für Kunstwerke. In der Regel sind nur Schäden durch Feuer, Einbruch und Leitungswasser abgedeckt. Auch hier sollte man im Vorfeld prüfen, ob bestimmte Kunstwerke aufgrund ihrer Wertigkeit zusätzlich versichert werden müssen.
Bei jedem Versicherungsabschluss spielt der Wert des Kunstwerks eine entscheidende Rolle. Bei nicht allzu wertvollen Kunstwerken kann es sinnvoll sein, eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren, um die Versicherungsprämie niedrig zu halten. Bei höherwertigen Kunstwerken hingegen sollte eine umfassende Deckung gewählt werden, um im Schadensfall nicht leer auszugehen.
Eine ergänzende Option für Sammler ist die sogenannte Kunsttransportversicherung. Hierbei ist die Ware während des Transports von A nach B abgesichert. Es macht Sinn, dieses Extra abzuschließen, wenn man Kunstwerke auf Messen oder Ausstellungen präsentiert. Denn während eines Transportes können schnell Schäden entstehen, sowohl durch äußere Einflüsse als auch durch das Laden und Entladen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Dokumentation der Kunstwerke. Es ist ratsam, eine genaue Inventarliste anzulegen, auf der alle Kunstwerke mit Bild, Titel, Künstler und Daten zu Wert und Herkunft verzeichnet sind. Im Schadensfall kann diese Liste als Nachweis dienen und die Schadensregulierung beschleunigen.
Abschließend kann man sagen, dass eine adäquate Versicherung für Kunstwerke unerlässlich ist. Eine Ausstellungsversicherung oder eine Kunstversicherung bieten je nach Bedarf eine umfassende Absicherung für Museen, Galerien und Privatsammlungen. Bei einer Hausratversicherung sollte man genau prüfen, ob sie einen ausreichenden Schutz für Kunstwerke bietet. Die Wahl einer passenden Versicherungspolice muss individuell in Betracht gezogen werden, um optimalen Schutz und lukrative Prämien zu erlangen. Eine sorgfältige Dokumentation aller Kunstwerke ist dabei von großem Nutzen bei der Schadensregulierung.